Ich mache mir meine Wraps (Ja, sie sind seit 6 Monaten mein Hauptnahrungsmittel. Vegan versteht sich!) in der neuen Hostelküche in Auckland. Beste Küche bisher. Ich glaube, das liegt daran, dass man in Auckland wirklich nur ein paar Tage bleibt. Wozu auch länger. Hier ist nichts. Nicht viele kochen und so sieht auch die Küche aus. Traum. Ja, in der Küche hat die Milch schon ihren eigenen Charakter entwickelt, aber dafür eine saubere Küche.

Deal! Ich lasse meinen Laptop & Co in Sichtweite an den Sitzplätzen neben der Küche liegen. Ich habe fein abgewaschen und abgetrocknet. Jetzt Sprudelwasser eisgekühlt, Wraps und eine Doku zur Māori-Kultur. So lässt man den ersten Abend in Neuseeland nach 3 Monaten Australien ausklingen. Ich gehe zu meinem Platz zurück und neben mir ein Japaner. Woher ich das weiß? Wartet doch jetze mal! Er zeigt auf meine Laptoptasche und sagt: Du bist Lehrerin! Ok, das ist mal ein ganz neuer Start einer Konversation in einem Hostel. Kommt in meine Top 3 in den letzten 6 Monaten. Ich frage, warum er das denkt bzw. behauptet. Weil auf der Tasche ein Etikett mit japanischen Schriftzeichen angebracht ist. Aha. Er sagt, dass Lehrer diese Tasche nutzen, um die Unterlagen und/oder Prüfungsunterlagen für den Unterricht zu organisieren. Organisieren liegt eh in den Genen von Japanern. Für jedes Ding eine Tasche und für diese Tasche noch einen Anhänger, wo noch was dran hängt. Endlosschleife. Ich kläre auf, dass ich diese Tasche bei dem japanischen Rudis Reste Rampe gekauft habe und er nickt. Diese Tasche ist irre praktisch. Mit Henkel und Platz für Maus und Co. Wir schaukeln uns hoch, dass ich in jedem Fall die beste Lehrerin in Neuseeland wäre. SNAP. SNAP. Wir verstehen uns.