Da ist sie endlich. Ich spüre es. Ach so fühlt sich das an?! Auf dich habe ich Jahrzehnte gewartet, aber ich wusste gar nicht, dass ich auf der Suche nach dir war. Es kam nicht über Nacht. Der Prozess läuft schon seit 2021 (Naja, oder seit Geburt!). Und die letzten 6 Monate, ohne die alten Strukturen und raus aus den alten Verhaltensmustern, waren die Krönung. Und hier ist sie! Die Selbstgenügsamkeit. Wenn du es nicht teilst, dann hast du es nicht erlebt oder gefühlt. Ich kann nicht mehr. Der Vergleich mit anderen und ob es auch genügt, wer ich bin, was ich kann und was ich mache … und und und … Themen wie externe Bestätigung oder Selbstzweifel. Fremdbestimmtheit und materielle Abhängigkeit. Im Alltag in Berlin bei 9to5 ging das unter, dass ich diese Sehnsucht nach dieser Erlösung hatte. Durch meinen extrem neuen Alltag, den ich seit einem halben Jahr lebe, hatte ich die Möglichkeit mich anders mit mir auseinanderzusetzen. Natürlich saß ich nicht in einem weißen und sterilen Raum und habe abgewartet, bis ich und es soweit war. Im Gegenteil. Ich habe mich in mein Leben gestürzt. So viele Eindrücke, neue Menschen, neue Kommunikation und ein ganz neuer Zugang zu Zeit und meinen Bedürfnissen. Einfach gemacht. So viel, wie in den letzten Monaten habe ich in den letzten 7 Jahren nicht erlebt. Nicht viel denken oder überdenken. Alles nicht mehr so strikt konzeptionell betrachtet und erstmal theoretisch auswerten. Herrje. Diese Energie, die ich dadurch verloren habe – damit könnte ich Spanien mit Strom für ein halbes Jahr versorgen.
Gesellschaftlicher Druck, das berühmte Hamsterrad, Gewohnheiten und die klassischen Ablenkungen (Konsum (Drogen! Inkl. Alkohol! TV! )… und Social Media!) und Vergleiche mit anderen …einfach eklig und so unnötig. Wer das erfunden hat gehört erschossen! #RIPKapitalismus
Natürlich schwebe ich jetzt nicht 2 Metern über dem Boden und finde alles toll und schön. Ich bin immer noch ich und hasse und verurteile, beurteile und gebe immer noch unmöglich freche und unangebrachte Kommentare über Menschen und Situationen ab. Ich habe meine Prinzipien und Meinung, die ich aber auch gerne jederzeit überdenken und ändern kann! Ich bin noch die alte Frau Klamm. Keine Sorge! Aber ich bin eine zufriedene und entspannte Frau Klamm. Und das ist ein Fortschritt. Für mich! Wie ihr das findet, ist mir kackejal!
Ich betrete ein Hostelzimmer oder eine Situation nicht schon vorher mit einer Meinung oder Stimmung. Ich gebe jedem und allem eine Chance. Ich habe mich und meinen Tunnel. Wer ich bin, was ich will und was ich mache. Nichts von Außen triggert mich, dass ich gerade nicht das richtige mache oder vorhabe. Das, was ich vorhabe, mache und entscheide, ist von mir gewählt und wird gut. Und wenn es nicht gut wird, dann ändere ich es. Change it, love it or leave it! Social Media ist gelöscht. Es tat mir nicht gut. Das habe ich am Anfang meiner Reise gemerkt. Dieser Vergleich mit den ‘Anderen’, und was man erleben und sehen soll. Was ein Bullshit. Der zweite Social-Media-Kanal, der noch gar nicht so betrachtet wird, ist WhatsApp oder generell Messenger-Dienste. Dauerdialoge und ständige Erreichbarkeit. Es blinkt und blitzt. Hauptsache ich teile mich mit und bin abgelenkt jetzt jemandem zuzuhören oder zu lesen, ob ein Sack Reis umgefallen ist. An der Supermarktkasse, am Strand …check check …ich will das nicht mehr, bzw. ich fühle es nicht mehr. Ich bin mir selbst genug in diesem Moment. Und jetzt beruhigen wir uns …d.h. nicht, dass ich auf digitale Kommunikation verzichte. Calm Down! All Good! Es geht um das Bewusstsein, wann, wie, mit wem und wie oft ich online oder mit Ablenkungen beschäftigt bin.
Und das Wichtigste: Nimm dich nicht so wichtig und ernst! Es gibt kein Morgen und du hast nicht so viel Zeit, wie du denkst. Also mach’s dir schön und lustig.
…es ist wie ein neuer Lebensabschnitt. Und ich habe mit dieser Entwicklung auf dieser Reise, bin ich ganz ehrlich, nicht gerechnet. Ich dachte, dass ich mir halt Länder angucke. Kulturen studiere und es mir gut gehen lassen. Aber diese ‘innere’ (Wehe, jemand verdreht jetzt die Augen!!!!) Reise habe ich nicht ansatzweise erwartet.
Amen! #snapsnap