Einladung zu einer Geburtstagsparty auf dem Tempelhofer Feld. Ich radle nach Feierabend hin und denke, dass ich die Eingänge am Columbiadamm mittlerweile kenne. Ich biege also schnell ein, um aufs Feld zu kommen. Vor mir eine Menschengruppe. Alles soweit normal. Ich muss langsamer fahren. Ein Mann, der in einem Container am Eingang sitzt, spricht mich an. Er kommt schnell raus und fragt, wo ich hin will. Ich verstehe die Frage nicht. Ich steige ab und frage, was er meint. Er lächelt und kommt auf mich zu. Ich nehme meine Kopfhörer raus. Er fragt mich, ob ich hier arbeite. Häh?! Ich antworte, dass ich hier nur aufs Feld will. Ich fühle mich nicht aufgehalten. Ich bin trotzdem verwundert, warum ich angesprochen werde. Er lächelt weiter und sagt, dass ich hier nicht richtig bin. Das entscheide ja immer noch ich, oder? Ich bleibe freundlich, weil ich nur Bahnhof verstehe. Er fragt nochmal ausdrücklich, ob ich hier wirklich rein will? Ich gucke mich um, um zu verstehen, was er meinen könnte. Und dann sehe ich ein großes Banner am Zaun: Wohncontaineranlage. Es macht sofort Klick. Okay, das ist eine sehr komische Situation für mich. Ich wurde also sofort als Person identifiziert, die hier nicht hergehört?! Der Wachmann zeigt auf einen Eingang ein paar Meter weiter. Ich bedanke mich und drehe um. Konfrontation mit der Realität. Dann radle ich weiter, biege in meine Welt ein und singe ‚Happy Birthday‘ für das Geburtstagskind. Keine Pointe.